Steinzeit

Kurz­in­for­ma­tion als Schü­ler­hilfe. Für die tief­grei­fende Re­cher­che emp­fiehlt sich der di­rekte Zu­griff auf die ent­spre­chen­den Epo­chen der Stein­zeit. Der fol­gende Text kann als PDF her­un­ter­ge­la­den wer­den. Zu den → Waf­fen der Stein­zeit, auch als PDF down­load­bar.

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Die Stein­zeit ist der Ab­schnitt in der Mensch­heits­ge­schichte, aus dem Stein­werk­zeuge über­lie­fert sind. Ob­wohl diese noch in den Me­tall­zei­ten wei­ter ge­nutzt wur­den, en­det die Stein­zeit mit der Bron­ze­zeit. Die Ge­schichte der Mensch­heit be­ginnt lange vor der Stein­zeit, etwa vor 4,4 Mil­lio­nen Jah­ren. Die Stein­zeit be­ginnt etwa vor 2,5 Mil­lio­nen Jah­ren mit dem frü­hes­ten Nach­weis von Steinwerkzeugen.

Die Stein­zeit ist in drei Ab­schnitte unterteilt:

Die äl­teste Epo­che der Stein­zeit heißt Alt­stein­zeit oder Pa­läo­li­thi­kum. Das Pa­läo­li­thi­kum ist wie­derum in vier Ab­schnitte un­ter­teilt. Das → Alt­pa­läo­li­thi­kum ist die Zeit der Früh­men­schen. Das → Mit­tel­pa­läo­li­thi­kum ist die Zeit des Ne­an­der­ta­lers, Homo ne­an­der­talen­sis, und sei­ner Früh­for­men. Mit dem → Jung­pa­läo­li­thi­kum be­ginnt die Zeit des mo­der­nen Men­schen, Homo sa­pi­ens. Die­ser wird nach dem na­men­ge­ben­den Fund­ort auch Cro­ma­gnon Mensch ge­nannt. Das → Spät­pa­läo­li­thi­kum ist der letzte Ab­schnitt der Altsteinzeit.

Wich­tig ist fol­gende Fest­stel­lung: “Höh­len­men­schen” hat es nie­mals ge­ge­ben! Im Laufe der ge­sam­ten Stein­zeit hat keine ein­zige Men­schen­form dau­er­haft in Höh­len ge­lebt. Höh­len und schüt­zende Fels­dä­cher, Ab­ris, wur­den zwar im­mer wie­der gerne auf­ge­sucht, die Auf­ent­halte wa­ren aber im­mer vor­über­ge­hend und zeit­lich be­grenzt. Die wirk­li­che Be­deu­tung der Höh­len war kul­tisch. Be­stat­tun­gen in Höh­len und die Höh­len­ma­le­reien deu­ten auf eine Glau­bens­welt hin.

Die Jagd war im Pa­läo­li­thi­kum die wich­tigste Nah­rungs­grund­lage. Der Ne­an­der­ta­ler er­nährte sich teil­weise zu über 90% von Fleisch. Die Jagd­beute än­derte sich mit dem Klima.

Das → Me­so­li­thi­kum ist der mitt­lere Ab­schnitt der Stein­zeit, kurz Mit­tel­stein­zeit ge­nannt. In die­ser Zeit wurde es wie­der wär­mer, der Wald be­deckte das Land. Die Jagd­beute war so­ge­nann­tes Stand­wild, also Tiere, die keine jah­res­zeit­li­chen Wan­de­run­gen un­ter­nah­men. Die mit­tel­stein­zeit­li­chen Jä­ger muss­ten nicht stän­dig den Her­den fol­gen, sie konn­ten län­ger an ei­ner Stelle ver­wei­len. Pfeil und Bo­gen wa­ren die wich­tigste Jagd­waffe. Ne­ben der Jagd war der Fisch­fang eine wich­tige Nah­rungs­quelle. Aus die­ser Zeit sind ein­fa­che Boote über­lie­fert, der Ein­baum. Das Sam­meln von pflanz­li­cher Nah­rung wurde eben­falls in­ten­siv be­trie­ben, be­son­ders be­liebt wa­ren Ha­sel­nüsse, die durch Er­hit­zen (Rös­ten) halt­bar ge­macht wurden.

Die Jung­stein­zeit, das → Neo­li­thi­kum, ist der letzte Ab­schnitt der Stein­zeit. An das Neo­li­thi­kum schließt sich die Bron­ze­zeit an. Diese wird nicht mehr zur Stein­zeit ge­zählt. Da­nach folgt die Ei­sen­zeit, die mit dem Auf­tau­chen der Rö­mer en­det.
Mit der Jung­stein­zeit be­gann die Zeit der ers­ten Land­wirt­schaft. An­fangs war ne­ben Acker­bau und Vieh­zucht die Jagd und das Sam­meln noch fes­ter Be­stand­teil der Er­näh­rung. Mit der Zeit nahm die Be­deu­tung des Sam­melns wei­ter ab. Die Jagd nimmt wei­ter­hin eine Son­der­stel­lung ein. Ne­ben der Fleisch­be­schaf­fung spie­len auch an­dere Gründe für die bis in die heu­tige Zeit ver­brei­tete Jagd eine Rolle.

Schon in dem äl­tes­ten Ab­schnitt der Stein­zeit, im → Alt­pa­läo­li­thi­kum, tritt der → Faust­keil auf. Da er noch recht grob ge­ar­bei­tet wurde, wird er auch Pro­to­f­aust­keil ge­nannt. Da­vor wa­ren scharf­kan­tige Steine und Ab­schläge die ver­brei­tets­ten Stein­werk­zeuge. We­gen Da­tie­rungs­pro­ble­men ist un­klar, ob die Schö­nin­ger Speere schon in diese Zeit da­tie­ren. Die Feu­er­nut­zung war schon bekannt.

Im → Mit­tel­pa­läo­li­thi­kum, der Zeit der Ne­an­der­ta­ler, tra­ten neue Stein­werk­zeuge auf. Scha­ber dien­ten zum Schnei­den und Scha­ben. Häu­fig wur­den sie zur Holz­be­ar­bei­tung ein­ge­setzt. Da­ne­ben gab es kleine und große Faust­keile, Keil­mes­ser, Spit­zen und auch Klin­gen. Häu­fig wurde zur Werk­zeug­her­stel­lung die Le­val­lois Me­thode ver­wen­det. Spä­tes­tens in die­sem Ab­schnitt der Stein­zeit wa­ren Lan­zen und → Speere be­kannt. Stein­werk­zeuge wur­den mit Bir­ken­pech an oder in Höl­zer ein­ge­klebt, so­ge­nannte Kompositgeräte.

Im → Jung­pa­läo­li­thi­kum wur­den fast alle Stein­werk­zeuge aus Klin­gen her­ge­stellt. Nicht nur die Aus­gangs­form der Werk­zeuge än­derte sich, auch die Schlag­me­thode und das Werk­zeug­spek­trum än­derte sich grund­le­gend. Statt Scha­bern, bei de­nen die Längs­kante die Ar­beits­kante war, tre­ten nun Krat­zer auf. Das Klin­ge­nende wurde zur Krat­z­er­kappe ge­formt und wurde wohl für die glei­chen Ar­bei­ten wie zu­vor die Scha­ber ein­ge­setzt. Da­ne­ben tre­ten Sti­chel auf, mit de­nen Nu­ten ge­zo­gen wer­den konn­ten. Weit­aus häu­fi­ger wurde die sta­bile Kante ähn­lich ei­ner Zieh­klinge ver­wen­det. Häu­fig wur­den Speer– und Har­pu­n­en­spit­zen aus Ge­weih und Kno­chen ge­fer­tigt. Ne­ben der Speer­schleu­der wa­ren Pfeil und Bo­gen be­kannt. Für das Spät­pa­läo­li­thi­kum ist  der Hund als Ge­fährte des Men­schen nach­ge­wie­sen, Dop­pel­grab von Oberkassel.

Im → Me­so­li­thi­kum, der Mit­tel­stein­zeit, wa­ren Pfeil und Bo­gen die Haupt­jagd­waffe. Die Stein­werk­zeuge wa­ren meist sehr klein und wur­den seit­lich an die Har­pu­nen und Pfeile ge­klebt. Diese Mi­kro­li­then sind Leit­for­men des Mesolithikums.

Mit dem → Neo­li­thi­kum be­ginnt die Jung­stein­zeit. Die Men­schen wa­ren sess­haft und bau­ten Häu­ser. Es ist der Be­ginn der Land­wirt­schaft mit Acker­bau und Vieh­zucht. Die Ke­ra­mik ist fes­ter Be­stand­teil der neo­li­thi­schen Le­bens­weise. Die Jagd spielte nur noch eine un­ter­ge­ord­nete Rolle in der Ernährung.

Mit dem Be­ginn der Bron­ze­zeit en­det die Stein­zeit. Zum kos­ten­lo­sen Down­load →  PDF

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