Hellgrau-belgischer Feuerstein

Gliederung

Beschreibung/Herkunft | Fotos Rohstücke | Verwendung im Neolithikum | Bergbau/Vorkommen | Paläolithikum/Mesolithikum | Fotos typischer Artefakte

Beschreibung/Herkunft

Der Feuerstein hat meist eine hellgraue Grundfarbe, wie der Name schon sagt. Direkt unter der Rinde findet sich oft eine dunkelgraue, glasige Zone, die in der Kontaktzone auch leicht ins Bräunliche tendieren kann. Typisch sind hellere Zonen in verschiedenen helleren Farbabstufungen, die relativ deutlich abgegrenzt sind. Dünne Kanten sind leicht durchscheinend, die Rinde ist rauh und dünn. Die Spaltflächen sind glatt und erinnern an die Beschaffenheit von Obourg Feuerstein, sie fühlen sich leicht fettig an.

Weder Rohstücke, die auf die Ausgangsform des Rohmaterials schließen lassen, noch das lokale Vorkommen dieses Feuersteins sind bekannt, eine Herkunft aus dem Gebiet um Avennes, Belgien, wird jedoch für möglich gehalten.1

Fotos Rohstücke

Verschiedene Artefakte

Verschiedene Artefakte

Detail Beilklinge

Detail Beilklinge

Verwendung im Neolithikum

Neben Beilklingen wurden auch andere Artefakte gefertigt. Sporadisch taucht dieser Feuerstein auf neolithischen Fundstellen unterschiedlicher Zeitstellung auf.

Bergbau/Vorkommen

Unbekannt.

Verwendung im Paläolithikum/Mesolithikum

Vereinzelt taucht hellgrau-belgischer Feuerstein auf mesolithischen Fundstellen im Kreis Heinsberg auf.2

Fotos typischer Artefakte

Beilklinge

Beilklinge

Klingenkratzer

Klingenkratzer

Gerätefragment

Gerätefragment

  1. Jür­gen Wei­ner, Die Maas­schot­ter der Nie­der­rhei­ni­schen Bucht als Feu­er­stein­lie­fe­rant für die Band­ke­ra­mi­schen Sied­lungs­plätze Lang­wei­ler 8 und Lang­wei­ler 9, in: Stu­dien zur neo­li­thi­schen Besied­lung der Alden­ho­fe­ner Platte und ihrer Umge­bung, Rhei­ni­sche Aus­gra­bun­gen, Band 43, Köln, 1997, S. 610f
  2. Arora, Meso­li­thi­sche Fund­plätze und Funde im ehe­ma­li­gen Kreis Erkelenz, in: Mar­tin Heinen/Surendra-Kumar Arora, Archäo­lo­gie im Kreis Heins­berg II, Gei­len­kir­chen, 1995, S. 275