Prospektion

Der Begriff Prospektion, lat. prospecto – Ausschau halten, in die Ferne schauen – wird in der Archäologie für die Erkundung und Erfassung archäologischer Stätten verwendet. Die Prospektion umfasst die verschiedensten Techniken. So können beispielsweise durch geomagnetische Messungen verborgene Strukturen und Objekte sichtbar gemacht werden. Die Auswertung von Luftbildern kann ebenfalls oberflächennahe Strukturen durch positive oder negative Wuchsmerkmale sichtbar machen.

Daneben ist die Suche nach Metallgegenständen mit Detektoren weit verbreitet. Für diese Art der Suche existieren in allen Bundesländern gesetzliche Reglungen. Die Denkmalschutzgesetze der verschiedenen Bundesländer finden sie hier.

Wir wenden uns hier der traditionellen Suche zu, der Oberflächenbegehung, survey. Ziel einer Begehung ist das Auffinden von Funden aus vergangenen Zeiten.

Durch die landwirtschaftliche Bodenbearbeitung gelangen auf gepflügten und gut abgeregneten Ackerflächen immer wieder Artefakte an die Oberfläche, die im Boden verborgen waren. Bei Baumaßnahmen werden auch tiefe Bodenschichten angeschnitten, eine Baugrubenbeobachtung kann in günstigen Fällen zur Entdeckung ungestörter Befunde führen.

Feldparzellen sollten systematisch, d.h. Bahn für Bahn abgesucht werden. Die Begehungsmethoden unterscheiden sich auch bezüglich der Bahnbreiten. Bei einer Grobbegehung liegt die Breite der Suchstreifen zwischen 5 und 10 Metern. Üblicherweise beträgt die Breite etwa 0,5 bis 1 Meter, je nach Begehungsbedingungen. Je schlechter die Bedingungen, desto schmaler die Suchstreifen. Feinbegehungen erhöhen die Wahrscheinlichkeit, sämtliche Artefakte zu entdecken.

Wichtig ist das Einmessen, Kartieren und Dokumentieren der Funde! Auch die anschließende Meldung beim Amt für Bodendenkmalpflege ist unerlässlich.

Siehe hierzu → Sammeln.