Schleifstein mit weiterer Nutzung

Epoche

Jungsteinzeit – Spätneolithikum

Foto

Schleifstein, wohl Spätneolithikum

Schleifstein, wohl Spätneolithikum

Maße, Gewicht, Material

Länge 100 mm, Breite 96 mm, Dicke 26 mm, Gewicht 383,2 Gramm,Gestein mit Quarzadern

Beschrei­bung

Beide Breitseiten des Artefakts sind glattgeschliffen, die sie durchziehendenQuarzadern sind ebenfalls flächenbündig abgearbeitet. In Richtung der Streifen ist eine Fläche gerade, quer dazu konkav abgearbeitet, die Wölbung beträgt 4 mm. Vermutlich wurden die Schneiden von Beilklingen mit dem Schleifstein nachgeschärft.

Die Ausbrüche auf der Schleiffläche stammen von der sekundären Nutzung als Schlagstein/Klopfer. An zwei Stellen zeigt der Kantenverlauf  fein zerrüttete Zonen, die durch intensives Klopfen entstanden sind. Ein anderer Bereich der Kante zeigt ebenfalls Spuren einer weiteren Nutzung. Hier wurde jedoch nicht eine mehr oder weniger kleine Fläche zum Schlagen genutzt, die Absplitterungen und das Narbenfeld zieht sich etwa auf 11 cm Länge die Kante entlang.

Lage der Narbenfelder lateral

Lage der Narbenfelder lateral

Die Rückseite trägt Reste einer zweiten Schleiffläche, diese ist jedoch im Gegensatz zur anderen Fläche nicht konkav, sondern gerade. Die ehemals glatte Fläche ist von zahlreichen Narben überprägt, vermutlich wurde das Stück als Unterlage/Amboss genutzt.

Unscharf abgegrenztes Narbenfeld

Unscharf abgegrenztes Narbenfeld

Fund­ge­biet

Der Fund stammt aus dem südlichen Stadtbereich von Erkelenz, Kreis Heinsberg. Es handelt sich um einen Oberflächenfund.

Bei­funde

Von der Stelle stammt ein weiterer fragmentierter Schleifstein, eine spätneolithische Pfeilspitze, mehrere als Klopfer genutzte Beilbruchstücke aus Lousberg und Valkenburg Feuerstein, Mahlsteinfragmente, eine Schwefelkiesknolle mit Schlagkerbe, weitere Geräte, Keramik und Grundformen.