Pfeilspitze mit Aufprallschaden

Epoche

Jungsteinzeit- Jungneolithikum – Michelsberg

Foto

Aufprallschaden

Maße, Gewicht, Material

Länge 44 mm, Breite 19 mm, Dicke 5 mm, Gewicht 3,2 Gramm, Rijckholtfeuerstein

Beschrei­bung

Es handelt sich um eine beidseitig retuschierte, langgezogen-blattförmige Pfeilspitze. Die Form ist typisch für Projektile der Michelsberger Kultur. Ein Teil der Spitzenpartie und der Lateralkante ist durch einen Aufprall weggebrochen, impact fracture. Die Beschädigung ähnelt zwar einer Stichelbahn, macht das Artefakt aber nicht zu einem Stichel, da es sich nicht um einen intentionellen Stichelschlag handelt.  Ein so extrem ausgeprägter Schaden ist nicht häufig zu beobachten und spricht für eine hohe kinetische Energie beim Auftreffen.

Schrägansicht

Schrägansicht

Fund­ge­biet

Hochfläche südlich von Erkelenz, Kreis Heinsberg.

Bei­funde

Von der Hochfläche stammen zahlreiche neolithische Funde. Ein direkter zeitlicher Bezug zu der Pfeilspitze ist nicht gegeben, es handelt sich meist um alt-, spät- und endneolithische Fundstellen. Dennoch lassen weitere Einzelfunde der Michelsberger Kultur auf eine Siedlungsstelle in der Nähe schließen.