Leicht facettierter Axtkopf

axtkopf

Epoche

Vermutlich Schnurkeramik

Ansichten

Axt, facettiert

Finder Sven Horn

Maße, Gewicht, Material

Länge 160 mm, Breite 66 mm, Dicke 47 mm, Gewicht ca 750 Gramm, Amphibolit

Beschreibung

Der Axtkopf ist grob in Form geschliffen und durchlocht, eine leichte Facettierung ist zu erkennen. Vermutlich wurde er mittels Hohlbohrung durchbohrt. Es gibt jedoch nur einen indirekten Hinweis auf diese Bohrtechnik. Die abgeplatzte Stelle um das Bohrloch herum ist ein typisches Schadensbild, das ensteht, wenn der Bohrkern zu früh herausgeschlagen wird. Der nicht tief genug gebohrte Bohrkern platzt zusammen mit einem mehr oder weniger großen Kragen ab. Bei einer Vollbohrung existiert kein Bohrkern.

Das leicht konische Bohrloch weist eine Verengung auf. Diese enstand durch ein Nachbohren von der Gegenseite. Vermutlich brach der Bohrkern so unsauber aus, dass der Axtkopf so nicht schäftbar gewesen wäre. Die Polituren im Bohrloch belegen eine Schäftung und Nutzung der Axt. Dennoch sind einige Riefen erkennbar, die entstehen, wenn sich das Schleifmittel seitlich an dem Bohrer festsetzt.

LochDie Axt wurde nach dem Durchbohren kaum weiter bearbeitet. Möglicherweise ist die große Fehlstelle um die Bohrung der Grund, warum nur eine leichte Facettierung zu erkennen ist. Wäre sie weiter in Form gebracht worden, könnte sie so ausgesehen haben.

Facettenaxt

Fundgebiet

Süden Sachsen-Anhalts.

Beifunde

Keine.