Kratzer an Kernkantenklinge

Kratzer Kernkante

Epoche

Jungsteinzeit – Neolithikum – Bandkeramik

Ansichten

Natürliche Kernkantenklinge ohne Präparationsnegative, modifiziert als Kratzer

Maße, Gewicht, Material

Länge 104 mm, Breite 33 mm, Dicke 21 mm, Gewicht 63,5 Gramm, Rijckholt Feuerstein

Beschreibung

Die Dorsalfläche der Klinge wird von Rinde und zwei unterschiedlich stark patinierten natürlichen Spaltflächen gebildet. Es handelt sich um eine natürliche Kernkantenklinge, die keine Negative einer vorangegangenen Kernpräparation trägt. Es wurde ein natürlicher Leitgrat genutzt, um die Schlagenergie zu lenken, lediglich eine leichte Dorsalreduktion wurde vorgenommen. Distal wurde die Kratzerkappe angelegt.

Fundgebiet

Löss­flä­che im süd­li­chen Stadt­ge­biet von Erkelenz, Kreis Heinsberg.

Bei­funde

Der Kratzer stammt von einer Band­ke­ra­mi­schen Sied­lungs­stelle. Wei­tere typi­sche Funde sind Farbsteine, Mahl­stein­frag­mente, dar­un­ter einer mit Res­ten von Häma­tit­pul­ver, Sichel­ein­sätze, Kera­mik­knub­ben, wei­tere Klopf­steine, ein Dech­sel­frag­ment und Grundformen.