Kleine Rechteckbeilklinge

Replik, Grabung Parkhaus Opéra

Replik, Grabung Parkhaus Opéra, Zürich, verändert nach Roland zh / Wi­ki­me­dia Com­mons / CC-BY-3.0

Epoche

Überregional Spätneolithikum/regional Endneolithikum – Chamer-Kultur

Ansichten

Rechteckbeilklinge

Finder Manfred Stolper

Maße, Gewicht, Material

Länge 56 mm, Breite 36 mm, Dicke 17 mm, Gewicht 60 Gramm, Serpentinit

Beschreibung

Die Beilklinge wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit in ein Zwischenfutter aus Geweih geschäftet worden sein, eine direkte Schäftung in einen Beilholm ist aufgrund der Größe auszuschließen. Eine direkte Schäftung würde die nutzbare Länge der an sich schon kurzen Klinge reduzieren, ein solches Beil wäre für einen Arbeitseinsatz ungeeignet. Das oben abgebildete, nach einem Orginalfund gefertigte, Zwischenfutter mit einer ähnlich kleinen Beilklinge verdeutlicht die Schäftungsweise.

Der allseitig gut zu erkennende Schliff und fehlende Polituren im Schneidenbereich weisen darauf hin, dass die Beilklinge allenfalls kurzzeitig im Arbeitseinsatz war und nicht durch Nachschärfungen an Länge verloren hat. Interessant sind auch die kreuz und quer verlaufenden Schliffspuren, die relativ gut zu erkennen sind.

Fundgebiet

Kleine Erhebung am Ufer der Donau, nahe Passau, Niederbayern.

Beifunde

Die Erhebung liefert Funde bis hin zur Bronzezeit, auch Siedlungsfunde der Chamer Kultur.