Sekundär geschäftete Dicknackenbeilklinge

 Ansicht Beilklinge

Epoche

Jungsteinzeit – Neolithikum – jüngere Trichterbecher Kultur

Ansichten

Dicknacken Beil

Maße, Gewicht, Material

Länge 108 mm, Breite 49 mm, Dicke 15 mm, Gewicht 108 Gramm, nordischer Feuerstein

Beschreibung

Ursprünglich waren die Schmalseiten dieser Beilklinge rechtwinklig zu den Breitseiten retuschiert. Dadurch entstand ein rechteckiger Querschnitt, der im vorderen Schneidenbereich noch zu erkennen ist. Die Breitseiten sind vollständig überschliffen, die Schmalseiten ohne Schliff.

Beim Arbeitseinsatz zerbrach die Beilklinge, die Reste des Biegebruchs sind am Ende der Beilklinge noch deutlich zu erkennen. Da der Schneidenteil noch lang genug war, wurde die Beilklinge umgearbeitet. Deutlich ist die weniger sorfältige Zurichtung zu erkennen, die sich über die Schmalseiten und den Nacken erstreckt. Die Schmalseiten konvergieren stark, wodurch der Nacken in der Breite reduziert wird, er ist 30 mm breit. Diese Zurichtung belegt eine erneute Schäftung.

Nacken mit Resten des Biegebruchs und Spuren der erneuten Zurichtung

Nacken mit Resten des Biegebruchs und Spuren der erneuten Zurichtung

Zur Chronologie → Beilklin­gen des nor­di­schen Neolithikums

Fundgebiet

Neolithische Siedlungsstelle in Bachnähe, Schleswig-Holstein.

Beifunde

 Die Beifunde datieren ins nordische Früh- bis Endneolithikum.