Dechselklinge aus Steingrundform I

Epoche

Jungsteinzeit – Neolithikum

Foto

Dechselklinge aus Steingrundform, Neolithikum

Dechselklinge aus Steingrundform, Neolithikum

Maße, Gewicht, Material

Länge 150 mm, Breite 41 mm, Dicke 21 mm, Gewicht 136 Gramm, Rijckholt Feuerstein

Beschrei­bung

Es handelt sich um eine Dechselklinge, die aus Rijckholt Feuerstein geschlagen wurde. Nur der Schneidenbereich weist Schliff auf. Die Ventralfläche ist durch zahlreiche Negative begradigt worden, offensichtlich war die Krümmung der Grundform zu groß. Die Dorsalfläche ist im Querschnitt konvex geformt.

Das Stück läuft ungewöhnlich spitz zu, wie bei spitznackigen Beilklingen, üblicherweise sind die Nacken bei Dechselklingen stumpfwinkliger. Glanz auf einem Grat der Ventralfläche im hinteren Abschnitt ist als Schäftungspolitur zu werten. Würde es sich um eine Beilklinge mit Schäftung in einem Durchgangsloch handeln, wäre auch Glanz auf der Dorsalseite zu erwarten. Auch die intensive Stumpfung der Lateralkanten durch Pickung spricht für eine Knieholmschäftung mit Schnurbindung. Eine Schnurbindung erfordert stumpfe Kanten, ansonsten wäre die Bindung schnell durchgescheuert. Nur bei einer Knieholmschäftung lässt sich die intensive Kantenstumpfung sinnvoll erklären.

Neben der leicht unsymmetrischen Schneide sprechen die oben beschriebenen Indizien für eine Verwendung als Dechselklinge. → Dech­sel­klinge aus Steingrundform

Fund­ge­biet

Die genaue Fundstelle ist unbekannt, Stadtgebiet Mönchengladbach hingegen ist gesichert.

Bei­funde

Keine Angaben bekannt.