Beilklinge, Tonschiefer

Epoche

Jungsteinzeit – vermutlich Spätneolithikum

Foto

Beilklinge aus Tonschiefer, vermutlich Spätneolithikum

Beilklinge aus Tonschiefer, vermutlich Spätneolithikum

Maße, Gewicht, Material

Länge 88 mm, Breite 69 mm, Dicke 14 mm, Gewicht 95,9 Gramm, Tonschiefer

Beschrei­bung

Anm.: Diese Beilklinge ist im Verhältnis zur Breite und Länge recht dünn und damit bei schwerem Einsatz bruchgefährdet. Auch das verwendete Material ist nicht sonderlich strapazierfähig und kann die Schärfe der Schneide nicht lange halten.  Die Verwendung als Fällbeil ist unwahrscheinlich.

Trotz der rezenten Beschädigung im Nackenbereich ist die ursprüngliche Länge der Beilklinge erhalten geblieben. Die Schneide ist durch den Gebrauch relativ stumpf geworden, die feinen Ausbrüche lassen sich gut von rezenten Beschädigungen abgrenzen. Nachschärfungen führten zu einem leicht facettierten Schneidenbereich. Zumindest die letzte Nachschärfung erfolgte mit einem gröberen Schleifstein, der deutlich erkennbare Riefen hinterließ, diese finden sich nur einseitig im Schneidenbereich. Dadurch ist der Querschnitt der Beilklinge leicht unsymmetrisch.

Grobe Schleifspuren in Längsrichtung

Grobe Schleifspuren in Längsrichtung

Fund­ge­biet

Gefunden auf einer Hochfläche, südliches Stadtgebiet von Erkelenz, Kreis Heinsberg.

Bei­funde

Keine Beifunde in unmittelbarer Nähe, Einzelfund. Im weiteren Umkreis finden sich mittel- und spätneolithische, sowie eisenzeitliche Fundstellen.

Links

Wei­tere Fund­be­schrei­bun­gen von Beilklingen

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