Beilklinge sekundär zugerichtet

 Beilklinge

Epoche

Jungsteinzeit – Neolithikum

Ansichten

Beilklinge

Maße, Gewicht, Material

Länge 90 mm, Breite 55 mm, Dicke 22 mm, Gewicht 125,9 Gramm, Hellgrau-Belgischer Feuerstein

Beschreibung

Auf den ersten Blick wirkt diese Beilklinge gedrungen oder gestaucht. Das Längen-Breiten-Verhältnis ist auf einen Bruch der Beilklinge zurückzuführen. Der Beilrest mit der Schneide war lang genug, um erneut geschäftet zu werden. Deshalb wurde durch entsprechende Abschläge eine neue Nackenpartie geformt. Deutlich an den geknickten Lateralkanten zu erkennen. Auch die Tatsache, dass der restliche Beilkörper sorgfältig geschliffen wurde, die hintere Partie aber bis auf die Schmalseiten nur ungeschliffene Negative aufweist, ist ein Indiz für eine Sekundärschäftung. Die stark verrundeten Grate der Nackenpartie können auf eine Schäftung in einem Zwischenfutter hinweisen.

Ein Vergleich mit einer vollständigen Beilklinge , die im vorderen Bereich nahezu maßgleich ist, lässt die ursprüngliche Länge vermuten.

Vergleich

Fundgebiet

Lösshochfläche, südliches Stadtgebiet von Erkelenz, Kreis Heinsberg

Beifunde

In unmittelbarer Umgebung befinden sich neolithische Siedlungsstellen verschiedener Zeitstellungen.

Links

Wei­tere Fund­be­schrei­bun­gen von Beilklingen

Arti­kel­samm­lung zu Beile, Äxte & Co