Beilklinge, sekundär genutzt

Epoche

Jungsteinzeit- Neolithikum

Foto

Beilklinge, Neolithikum

Beilklinge, Neolithikum

Maße, Material

Länge 54 mm, Breite 45 mm, Dicke 18 mm, Rijckholt Feuerstein

Beschrei­bung

Die ursprüng­lich grö­ßere Beilklinge wurde durch gezielte Zurichtung über­ar­bei­tet. Ver­mut­lich war die Klinge durch Bruch oder wie­der­hol­tes Nach­schär­fen zu klein für eine nor­male Schäf­tung gewor­den. Die sekun­däre Bear­bei­tung diente offen­sicht­lich der Zurich­tung für eine Steck­schäf­tung in einem Geweihstück.

Eine kleine Besonderheit ist ein Ausbruch an der Schneide. Obwohl eine Beschädigung der Schneide die Bruchgefahr erhöht, wurde die beschädigte Stelle nicht durch Schliff entfernt. Deutlich vorhandener Glanz, Woodpolish, zeugt von der Nutzung ohne Reparatur. Durch den Glanz lässt sich die Beschädigung gut von rezenten Beschädigungen abgrenzen.

Beschädigte Schneide mit Glanz

Fund­ge­biet

Der Fund­platz ist eine Donk in Nier­s­nähe, bei Mön­chen­glad­bach auf Vier­sener Gebiet.

Bei­funde

Neolithische Streufunde deuten auf eine Siedlung in der Nähe hin. Der Großteil der Funde ist mesolithisch, vereinzelt ist Spät- und Jungpaläolithikum vertreten.

Links

Wei­tere Fund­be­schrei­bun­gen von Beilklingen

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