Forschungsgeschichte der Steinzeit

Die Erforschung der Steinzeit ist ein recht junger Forschungszweig der Archäologie. Die Entdeckung des namengebenden Neandertalers 1856 fällt in eine Zeit, in der Darwins Evolutionstheorie The origin of species, nur wenig Akzeptanz fand. John Lightfood, Vizekanzler der Universität Cambridge, legte Mitte des 17. Jhd den Tag der Schöpfung fest: 17. September 3928 vor Christus, 9 Uhr morgens. Viele derartige Berechnungen wurden angestellt, allen gemein war ein Erdalter, das allenfalls bis zum Beginn des Neolithikums reichte und somit alles Ältere ausschloss.

Im Laufe der Zeit führten weitere Funde von „fossilen Menschen“ zu einem Modell der Steinzeit, welches in Grundzügen noch heute Bestand hat. Mit steigenden Fundstücken wurden die Erkenntnisse präziser, heutzutage wird auch interdisziplinär geforscht. Die Entschlüsselung der vollständigen Neandertaler-DNA sorgte unlängst für Schlagzeilen und führte zu neuen, gesicherten Erkenntnissen über die Beziehungen von Neandertalern und Modernen Menschen in der Steinzeit.